Die Zauberköche der Wuppertaler Tafel müssen ihre Küche aufrüsten!

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Die Küche der Wuppertaler Tafel muss erweitert und optimiert werden, um weiterhin an 7 Tagen der Woche, 365 Tage im Jahr, Erwachsene und Kinder in Wuppertal mit Essen zu versorgen.

Es grenzt schon an Zauberei, was der Spitzenkoch Majid Cherrak und sein Team bestehend aus 4 Ehrenamtlern, 6 Ein-Euro Jobbern, 2 Bundesfreiwilligen-Dienstlern und 8-Stündlern, in der Küche der Tafel leisten. Aus Essensspenden, die von den Fahrern der Wuppertaler Tafel täglich abgeholt werden (z. B. aus der Mensa des Hochschulsozialwerks, der Barmenia Versicherung, aus Altenheimen und von vielen anderen Spendern), bereitet Majid mit seinem Team täglich 1.200 Essen zu.

Ein gut funktionierendes Räderwerk setzt sich schon früh morgens in Gang mit Frühstück, Brötchen, Kuchen und warmen Getränken. Während die Gäste der Tafel im Speisesaal essen, wird in der Küche schon das Mittagessen vorbereitet, das die Fahrer in verschiedene Sozialstationen ausfahren, wie z. B. zum Deutschen Kinderschutzbund oder in die Kinder- und Jugendfarmen Hipkendahl.

Majid Cheerak ganz links und sein Team

Majid Cherrak ganz links und sein Team.
Foto: Benny Trapp

Zur Mittagszeit öffnet die Kantine wieder. Dank der zahlreichen und vielfältigen Spenden und der kreativen Kochkunst gibt es mittags immer eine leckere warme Mahlzeit und ein Stück Kuchen. „Es ist immer genug da“, so der Koch der Tafel, „zu Beginn des Monats kommen insgesamt ca. 780 Gäste am Tag und gegen Endes des Monats sind es schon 350 pro Mahlzeit.

Für die Kindertafel, zu der jeden Mittag ca. 30 Kinder kommen, wird separat gekocht und in den Räumen der Kindertafel gegessen. Nachmittags wird das Essen für die „Plattenfahrten“ an vier Standorten in Wuppertal vorbereitet. Da gibt es meistens Eintopf, durchschnittlich 150 l pro Tag, sowie warmen Tee und ein Stück Kuchen. Auch am Abend kommen dann noch einmal die gleiche Anzahl Gäste wie tagsüber zur Tafel, um im Speisesaal Abendbrot zu essen.

Die Tafel begann 1995 mit 70 warmen Mahlzeiten. Nicht nur die Menge ist kontinuierlich gestiegen sondern auch die Anforderungen: “ durch die Vielzahl der Gäste, müssen wir den Speisesaal räumlich vergrößern und durch die Außer-Haus-Lieferungen, werden wir wie ein Großbetrieb eingestuft und müssen uns an die neuen, strengen HACCP*-Richtlinien halten“ so Majid Cherrak. Dazu gehören neben einer neuen Hygieneschleuse auch die Erweiterung der Kühlhäuser und die Optimierung der Kühlkette. Vor allem aber die neue Lüftungsanlage schraubt die zu erwartenden Kosten extrem in die Höhe.

Der Küchenumbau ist auch eine vorbereitende Maßnahme auf den zu erwartenden Ansturm von Flüchtlingsfamilien, wenn diese langfristig in Wohnungen untergebracht werden. Allein in den letzten Monaten wurden bereits 650 Bezugs-Ausweise für Flüchtlinge ausgestellt, die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen und auch der Flüchtlinge in Wuppertal wird zunehmen und darauf will man vorbereitet sein.

Die Wuppertaler Tafel rechnet für die Umbaumaßnahmen der Küche mit Kosten in Höhe von 350.000 Euro. Die Jackstädt-Stiftung und die Stadtsparkasse Wuppertal haben schon einen wesentlichen Spendenbeitrag geleistet, aber es fehlen immer noch 230.000 Euro.

WUPPERTAL HILFT! e.V. ermöglicht durch den Erlös des 10. Benefizfestivals 2016 den Erhalt und die Weiterführung der Küche in der Wuppertaler Tafel und hilft damit, bedürftigen Menschen und Flüchtlingen in Wuppertal tägliche Mahlzeiten zukommen zu lassen.

*HACCP/ Hazard Analysis Critical Control Point

 

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